Vibram FIVEFINGERS - 3 x 3 Gründe für die Fivefinger

Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß Barfußgehen erhöhte Leistungsfähigkeit und ein geringeres Verletzungsrisiko mit sich bringt (Wharburton 2001).

Es gibt jedoch auch evolutionäre Belege: Füsse wurden in der 270 Mio. Jahre andauernden Entwicklung stetig verfeinert und perfektioniert – das Ergebnis sehen wir vor bzw. unter uns.

 

Um dem Fuß die Möglichkeit zu geben, sich seinem Design gerecht zu bewegen, müssten wir barfuß gehen. Dies ist jedoch in der modernen Welt unpraktisch und teilweise sogar gefährlich. Auch darum wurden Vibram Fivefingers entwickelt. Hier nun unsere 3 mal 3 Gründe für die Fivefingers :

 

 

1.

 

1)    Unterstützung der Blutzirkulation

 

a)      Gesenkter Blutdruck:

Dieser Effekt tritt besonders beim Gehen auf unebenem Untergrund ein: Das Gehen an sich fordert bereits das Herz-Kreislauf-System.  Zusätzliche Stimulation wird dadurch erzielt, daß der Fuß beim barfuß gehen in unterschiedlichen Winkeln auf den Boden trifft, und über die konvex geformte Ferse abrollen kann. Dadurch werden mehr Muskeln beansprucht, was zu vermehrter Blutzirkulation in den Fuß und wieder zurück in das Venen- und Gefäßsystem führt (Vines, 2005).

a)      Verringertes Thrombose Risiko

Aus den gleichen Gründen wie unter a) sammelt sich weniger Blut in den Füssen und Beinen – dieses wird durch die Muskelbeanspruchung schneller durch die unteren Extremitäten und wieder zurück gepumpt.

b)      Weniger Krampfadern

Aufgrund der besseren Blutzirkulation pulsiert das Blut schneller durch die Venen und drückt nicht auf die Venenwände. Stattdessen wird es rascher als bei der Bewegung in bzw. auf einer dicken und wenig flexiblen Sohle zum Herzen zurückgepumpt.

 

2)    Verstauchter Knöchel?

 

Es gilt als erwiesen, daß erhöhte Aufmerksamkeit beim Setzen des Fußes auf unebenem Untergrund das Risiko von Verstauchungen reduziert (Robbins und andere, 1995). Beim Tragen der Fivefingers muß man zwangsweise auf den sicheren Tritt achten.

Durch die dauernden Hebelkräfte und Torsionsbewegungen im Sprunggelenk beim Barfußgehen werden die Bänder gestärkt – resultierend in weniger häufigem Stolpern und weniger Sprunggelenksverletzungen (Stacoff und andere, 1996).

 

3)    Reduzierte Anfälligkeit gegenüber Beinhautentzündung, Läuferknie oder Patella Überbelastung

 

Chronische Leiden wie Beinhautentzündung, Läuferknie und Patellarschmerzen werden mit veränderter bzw. falscher Belastung der Beine in Zusammenhang gebracht (Siff und Verkhoshansky, 1999). Wird barfuß auf unebenem Untergrund gelaufen, so gleicht der Läufer die fehlende Dämpfung durch eine sanfte Abrollbewegung aus, was zu einer weicheren Landung führt (Frederick, 1986). Barfußläufer landen zudem eher auf dem Mittelfuß, was die weichen Gewebestrukturen der Fußsohlen zu mehr „Arbeit“ anspornt. Dies stärkt die Fußmuskulatur und beugt oben beschriebenen Problemen vor.

 


2.

1)    Linderung von Rückenschmerzen

Barfuß gehen bedeutet grundsätzlich, daß die einzige Ferse, auf der Sie sich fortbewegen Ihre eigene ist. Das Tragen von normalen Schuhen bedeutet ausnahmslos, daß Sie sich auf einer zusätzlichen Ferse bewegen. Jede Änderung der Höhen-Position der Ferse führt sofort zu mechanischen Veränderungen im Bewegungsablauf des Fusses – aber ebenso der unteren Rückenpartie: Sie führt zu erhöhter Krümmung des Rückens. Die Gelenksfortsätze der Wirbelsäule werden zusätzlich belastet, wodurch Rückenschmerzen entstehen können.

2)    Erhöhte Sensibilität, intensivere Wahrnehmung der Umgebung.

70 % der Nervenenden des Körpers enden in Händen und Füssen. Wenn man sich die Entwicklung der Wirbeltiere ansieht, so haben sich diese von Fischen zu Vierfüssern und schliesslich auch zu Zweibeinern entwickelt. Das Fortbewegen als Zweibeiner erfordert nicht nur Gleichgewichtssinn, sondern bedeutet auch, daß die einzigen konstanten Berührungspunkte zum Untergrund die beiden Füsse sind. Das erklärt, dass über 200.000 Nervenenden in unserer Fußsohle sitzen – mehr als irgendwo sonst in unserem Körper.

3)    Stärkung der Fußmuskulatur

Ähnlich wie wenn die Muskeln um einen eingegipsten Knochen schwinden, wird durch das Schuhe Tragen die Fußmuskulatur geschwächt. Ein schwaches Muskelgerüst macht uns anfälliger für Verletzungen, erhöhen die Abhängigkeit von Bewegungsunterstützungen (Schuhe, Schienen, Tapeverbände…)  ganz allgemein, und mindern die Leistungsfähigkeit. Statistisch erwiesen.


3.

1)    Erhöhung der biomechanischen Leistungsfähigkeit

Entgegen der allgemeinen Meinung dient unser Fußgewölbe nicht der Dämpfung (diese wird von Fettkörpern in Ballen und Ferse übernommen), sondern es speichert die Energie, die für den nächsten Schritt erforderlich ist. Schuhe halten den Fuß davon ab, diese Energie zu produzieren, weil sie Halt geben, der eigentlich gar nicht benötigt wird.

Durch jede Erhöhung der Fersenposition über das Vorfuß-Niveau hinaus  kommt es auch zu einer Änderung der natürlichen Form der Wirbelsäule. Auch das hindert unseren Körper daran, Energie zu speichern und wieder frei zu geben, die wir für ein aufrechtes und natürliches Gangbild benötigen.

2)    Geringeres Hallux- und kleineres Risiko entzündeter Fußballen

Die traditionelle Schuhform bildet irgendwo zwischen zweiter und dritter Zehe einen runden wenn nicht gar spitzen Abschluß. Das heißt, daß die grosse,  aber auch die kleine Zehe in Richtung Schuhmitte gedrängt werden. In Zusammenspiel mit erhöhten Fersenabsätzen, die die grosse Zehe zusätzlich belasten kann dies zu Hallux valgus und in weiterer Folge zu schmerzhaften Entzündungen durch den Druck des Schuhschafts führen.

3)    Verbesserung des Gleichgewichtssinns

Wie bereits letzten Email beschrieben wird allerhand Feedback von unseren Füssen an das Gehirn gesandt, welches die Informationen für effizientes Gehen und die Aufrechterhaltung unseres Gleichgewichts braucht. Es gibt zu denken, wenn man weiß, daß die häufigste Todesursache von Menschen in den USA über 65 Jahren nicht Herzinfarkte, nicht der Krebs oder Schlaganfälle sind, sondern die direkten oder indirekten Folgeschäden eines Sturzes (Chek 2004).

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